Mengqi Zhang, Sopran - Marlene Heiß, Klavier: "Antigone"-Musik von Gourzi und Mendelssohn Bartholdy
Musik zum Vortrag "Wie die Paphleis entstand" am 12. Mai 2021 in der Mendelssohn-Remise, Berlin Mengqi Zhang, Sopran Marlene Heiß, Klavier Konstantia Gourzi: "Rezitativ Antigone" op. 80 (2020) Felix Mendelssohn Bartholdy: Schauspielmusik zu "Antigone" op. 61 "Introduction" für Klavier (1841) Kamera / Ton / Live-Schnitt: Manfred Fuß *** "Rezitativ Antigone" (Übersetzung: Konstantia Gourzi) Er (Kreon) hat kein Recht, von den Meinen mich zu trennen. Ich knie nicht vor vor dir nieder (Ismene). auch wenn du deine Meinung änderst, freudig werde ich deine Hilfe nicht annehmen. Behalte deine Illusionen. Ich allein werde ihn begraben. Es gefällt mir, dies zu tun, auch wenn ich sterben werde. Neben dem Liebenden werde ich als Liebende liegen. Heilige Schande. Längere Zeit werden sich die in der Unterwelt über mich freuen, als die Hiesigen. Denn dort werde ich für immer ruhen. Wenn du es so willst, verachte das, was die Götter verehren. *** Anmerkungen der Komponistin Konstantia Gourzi: Die Komposition „Rezitativ Antigone“ beruht auf einem Teil des Textes der Tragödie „Antigone“ des Sophokles. Darin eröffnet König Kreon der Antigone, dass sie getötet wird, wenn sie ihren im Kampf getöteten Bruder Polyneikes begräbt. In dem vertonten Text berichtet Antigone ihrer Schwester Ismene von Kreons Befehl – und dass sie ihren Bruder um jeden Preis begraben wird. Antigone ist damit zum Tode verurteilt. Ihren Werten den Lebenden und den Toten gegenüber treu zu bleiben, ist für sie wichtiger als das eigene Leben. Antigone ist wütend, aber gefasst, und sie will agieren. Ismene hingegen hat Angst vor Kreons Macht und sie zeigt sich distanziert und ablehnend. Antigone entscheidet, ihr Vorhaben, das aus ihrer Liebe und dem göttlichen Gebot entspringt, alleine in die Tat umzusetzen. Mit der Vertonung dieses konkreten dramatischen Stoffes möchte ich die jungen Sänger anregen, sich damit auseinanderzusetzen, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Es geht in „Rezitativ Antigone“ um die Gestaltung der Dramatik des inneren Konfliktes, um die Interpretation dieses emotional extrem zugespitzten Stoffes der Antike – der in seiner Grundsubstanz bis heute aktuell bleibt. Der Text wird auf Altgriechisch gesungen. Die Wirkung dieser Komposition basiert auf dem horizontalen Fluss: das Miteinander von Melodie und Rhythmus bringt immer wieder das Gefühl einer archaischen Stimmung hervor, die für die Interpretation des Stoffes eine wichtige Bedeutung hat. Im ganzen Stück sollen Rhythmik und Taktwechsel im Fluss gehalten werden. Die Mendelssohn-Gesellschaft, gegründet 1967 von eine Urenkelin der Komponistin Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, sammelt, erforscht, erzählt und präsentiert die Geschichten des jüdischen Aufklärers Moses Mendelssohn (1729 - 1786) und seiner Nachkommen als Mikrokosmos der deutsch-jüdischen Historie. Bankiers, Künstler und Gelehrte der Mendelssohn-Familie haben über sechs Generationen diese Geschichte geprägt. Der politische Impuls aus dem Vermächtnis dieser Generationen ist das aktuelle Engagement für Werte der Aufklärung, Leidenschaft für die schönen Künste und bürgerschaftliche Verantwortung. In der Mendelssohn-Remise am Berliner Gendarmenmarkt, im ehemaligen Stammhaus der Privatbank Mendelssohn & Co., veranstaltet der Verein Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Vorträge. Der denkmalgeschützte Remisen-Raum, ein Ziegelgewölbe mit Granitsäulen, befindet sich in der ehemaligen Kassenhalle des Unternehmens, das 1938 unter dem Druck der Nationalsozialisten in Liquidation gehen mußte. Der Betrieb der Mendelssohn-Remise wird ohne öffentliche Mittel durch Spenden und ein großes Team ehrenamtlicher Mitarbeiter getragen. *** Spenden für die Mendelssohn-Remise erbeten an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V. Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin BLZ 30060601 IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56 BIC (Swift Code) DAAEDEDD Oder via Paypal: paypal@mendelssohn-gesellschaft.de Bitte entmarkieren Sie "Bezahlung von Waren und Dienstleistungen" wir müssen dann keine Gebühren abführen). www.mendelssohn-gesellschaft.de
Musik zum Vortrag "Wie die Paphleis entstand" am 12. Mai 2021 in der Mendelssohn-Remise, Berlin Mengqi Zhang, Sopran Marlene Heiß, Klavier Konstantia Gourzi: "Rezitativ Antigone" op. 80 (2020) Felix Mendelssohn Bartholdy: Schauspielmusik zu "Antigone" op. 61 "Introduction" für Klavier (1841) Kamera / Ton / Live-Schnitt: Manfred Fuß *** "Rezitativ Antigone" (Übersetzung: Konstantia Gourzi) Er (Kreon) hat kein Recht, von den Meinen mich zu trennen. Ich knie nicht vor vor dir nieder (Ismene). auch wenn du deine Meinung änderst, freudig werde ich deine Hilfe nicht annehmen. Behalte deine Illusionen. Ich allein werde ihn begraben. Es gefällt mir, dies zu tun, auch wenn ich sterben werde. Neben dem Liebenden werde ich als Liebende liegen. Heilige Schande. Längere Zeit werden sich die in der Unterwelt über mich freuen, als die Hiesigen. Denn dort werde ich für immer ruhen. Wenn du es so willst, verachte das, was die Götter verehren. *** Anmerkungen der Komponistin Konstantia Gourzi: Die Komposition „Rezitativ Antigone“ beruht auf einem Teil des Textes der Tragödie „Antigone“ des Sophokles. Darin eröffnet König Kreon der Antigone, dass sie getötet wird, wenn sie ihren im Kampf getöteten Bruder Polyneikes begräbt. In dem vertonten Text berichtet Antigone ihrer Schwester Ismene von Kreons Befehl – und dass sie ihren Bruder um jeden Preis begraben wird. Antigone ist damit zum Tode verurteilt. Ihren Werten den Lebenden und den Toten gegenüber treu zu bleiben, ist für sie wichtiger als das eigene Leben. Antigone ist wütend, aber gefasst, und sie will agieren. Ismene hingegen hat Angst vor Kreons Macht und sie zeigt sich distanziert und ablehnend. Antigone entscheidet, ihr Vorhaben, das aus ihrer Liebe und dem göttlichen Gebot entspringt, alleine in die Tat umzusetzen. Mit der Vertonung dieses konkreten dramatischen Stoffes möchte ich die jungen Sänger anregen, sich damit auseinanderzusetzen, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Es geht in „Rezitativ Antigone“ um die Gestaltung der Dramatik des inneren Konfliktes, um die Interpretation dieses emotional extrem zugespitzten Stoffes der Antike – der in seiner Grundsubstanz bis heute aktuell bleibt. Der Text wird auf Altgriechisch gesungen. Die Wirkung dieser Komposition basiert auf dem horizontalen Fluss: das Miteinander von Melodie und Rhythmus bringt immer wieder das Gefühl einer archaischen Stimmung hervor, die für die Interpretation des Stoffes eine wichtige Bedeutung hat. Im ganzen Stück sollen Rhythmik und Taktwechsel im Fluss gehalten werden. Die Mendelssohn-Gesellschaft, gegründet 1967 von eine Urenkelin der Komponistin Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, sammelt, erforscht, erzählt und präsentiert die Geschichten des jüdischen Aufklärers Moses Mendelssohn (1729 - 1786) und seiner Nachkommen als Mikrokosmos der deutsch-jüdischen Historie. Bankiers, Künstler und Gelehrte der Mendelssohn-Familie haben über sechs Generationen diese Geschichte geprägt. Der politische Impuls aus dem Vermächtnis dieser Generationen ist das aktuelle Engagement für Werte der Aufklärung, Leidenschaft für die schönen Künste und bürgerschaftliche Verantwortung. In der Mendelssohn-Remise am Berliner Gendarmenmarkt, im ehemaligen Stammhaus der Privatbank Mendelssohn & Co., veranstaltet der Verein Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Vorträge. Der denkmalgeschützte Remisen-Raum, ein Ziegelgewölbe mit Granitsäulen, befindet sich in der ehemaligen Kassenhalle des Unternehmens, das 1938 unter dem Druck der Nationalsozialisten in Liquidation gehen mußte. Der Betrieb der Mendelssohn-Remise wird ohne öffentliche Mittel durch Spenden und ein großes Team ehrenamtlicher Mitarbeiter getragen. *** Spenden für die Mendelssohn-Remise erbeten an: Mendelssohn-Gesellschaft e.V. Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin BLZ 30060601 IBAN DE97 3006 0601 0006 4151 56 BIC (Swift Code) DAAEDEDD Oder via Paypal: paypal@mendelssohn-gesellschaft.de Bitte entmarkieren Sie "Bezahlung von Waren und Dienstleistungen" wir müssen dann keine Gebühren abführen). www.mendelssohn-gesellschaft.de